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Mondfinsternis 2018

xirrus Nachtkartographie

Beispiel Wangen-Brüttisellen

Diese Nachtkarte zeigt die hellen und dunklen Zonen Ih­rer Gemeinde. Die Farbcodierung zeigt die Aufhellung durch Kunst­licht und reicht von Blau­tönen (sehr dunkel) über Grün (etwa gleich erhellt wie vom Vollmond), Gelb (dop­pelt so hell wie der Vollmond), Orange (vier Voll­mon­de) zu Rot und Vio­lett (sehr erhellt – kommt hier nicht vor). Das entspricht ein­em Ampel­system (grün=gut, gelb ak­zep­tabel, orange kri­tisch, rot Handlungs­bedarf). Der Ver­gleich mit Volls­mond-Hellig­keiten lässt sich be­son­ders gut vorstellen und er­klä­ren.

Die wissen­schaftlich-phy­si­ka­li­sche Einheit Can­dela pro Quadrat­meter ist ebenfalls ein­getragen. Die Hel­lig­keit um­lie­gen­der Gemeinden ist in Graustufen dargestellt.

Die Balkengrafik zeigt, wie gross die Flächen der je­wei­li­gen Helligkeitszonen sind, und geben sofort einen Über­blick der Licht­verteilung und allfälligem Handlungs­bedarf.

Diese Karten erstellen wir mittels Fern­erkundung, was ko­sten­günstig ist. Gerne liefern wir dazu auch einen in­di­vi­duell re­di­gier­ten Bericht mit einer ein­schätz­enden Analyse. Zum Bei­spiel können mehrjährige Trends die Zu- und Ab­nah­men der nächt­lichen Aufhellung deutlich machen, die meist von Neu­er­schlies­sungen oder Umrüstungen her rühren.

Trend 2012 bis 2018, Hägglingen

Die Graphik zeigt die Summe der Licht­emis­sion­en der Gemeinde in jedem Mess­monat seit Inbetriebnahme des Satelliten Suomi NPP in Candela (1 Kilocandela = 1000 Candela). Candela entspricht der Anzahl Standardkerzen, was ungefähr der Kerzenflamme einer Weihnachtskerze entspricht.

Besonders hell sind Wintermonate mit viel Schnee und ohne Nebel, weil dann das Licht am Boden maximal reflektiert wird. Trotz den saisonalen Schwankungen durch Witterung und Vegetation (Beschattung durch Laubbäume, trockener gegen be­pflanz­ten Boden), zeigt der übergeordnete Trend nach oben, das heisst es ist eine Zunahme der Lichtemissionen in Hägglingen zu verzeichnen.

Typischerweise tragen Siedlungszuwachs und neue Lichttechnologien dazu bei, vor allem auch bei Privaten und Industrie.

Örtlich lokalisierte Trends

Diese Karte zeigt lokale Veränderungen auf. Rote Felder zeigen eine Inten­si­vie­rung der Beleuchtung, grüne eine Re­duk­tion. Wiederum liegt die Berichts­ge­meinde im Zentrum, die umliegenden Gemeinden sind ebenfalls zu sehen.

Diese Graphik zeigt nun das Ausmass der Veränderungen an. Grünlich gegen links sind Reduktion, rötlich gegen rechts Zunahmen der Beleuchtungs­stärke gezeigt. Die Höhe der Säule zeigt die betroffene Fläche an.

Interpretation
In Hägglingen hat eine deutliche Zu­nah­me der Licht­emissionen vor allem im Gebiet des Fussballplatzes statt­ge­fun­den. Wir vermuten allerdings, da der Satellit eher nach Spielende Messungen vornimmt, dass die dort ebenso an der Gemeindegrenze ansässigen Gewächs­häuser die Ursache dafür sind. Gewisse Kulturen werden nachts beleuchtet, um das Wachstum oder die Reifung zu be­schleu­nigen. Falls man auf diese Pflanzen nicht verzichten möchte, ist der einzige Ausweg die nächtliche Abschirmung gegen oben durch spezielle Schutz­storen. In Holland gibt es für neue Gewächshäuser bereits Vorschriften diesbezüglich.

Im Allgemeinen gibt es die übliche Zunahme auf Siedlungsgebiet, weil alleine schon die Wechsel auf neue Lampen oft eine Zunahme verursachen. Den Grund für die leichte Abnahme an der Eichgasse kennen wir nicht, es könnte aber eine Sanierung der Strassenbeleuchtung sein.

Fazit

Die Lokalen Behörden wissen in der Regel mit den Trends etwas anzufangen. Ausserdem interessieren sie sich dafür, im Vergleich zu den Nachbarn eine Verbesserung zu erzielen. Genau darauf zielen unsere Analysen auch ab: Wie beim Energie-Stadt-Label soll die Bestandsaufnahme dazu dienen, sinnvolle Verbesserungsmöglichkeiten zu erkennen und machbare Massnahmen abzuleiten, um sich umweltgerechter zu verhalten.

Referenzen

Die vorgestellte Methode haben wir bisher eingesetzt für:
Kantone in der Schweiz: Solothurn, St. Gallen
Gemeinden in der Schweiz: Stadt Winterthur, Sargans, Aeugst am Albis, Hausen am Albis, Langnau am Albis, Volketswil, Hünenberg
International: Luxemburg, Stadt Luxemburg, Naturpark Our in Luxemburg.


Typische Federwolke

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